Amazon FBA vs. FBM 2026 – Was lohnt sich für B2B-Händler?

Amazon & E-Commerce · 7 min Lesezeit

Amazon FBA vs. FBM 2026 – Was lohnt sich wirklich für B2B-Händler?

Lagerung bei Amazon oder im eigenen Haus? FBA oder FBM ist eine der wichtigsten strategischen Entscheidungen für Amazon-Händler. Wir zeigen die Kostenstruktur, die Unterschiede für B2B-Volumen-Verkäufer – und warum Hybrid oft die beste Antwort ist.

FBA und FBM – was steckt dahinter?

Amazon bietet Händlern zwei grundlegend verschiedene Fulfillment-Modelle. Bei Fulfillment by Amazon (FBA) lagern Sie Ihre Ware in Amazon-Lagerhäusern. Amazon übernimmt Lagerung, Verpackung, Versand und den Kundenservice für Retouren. Bei Fulfillment by Merchant (FBM) bleiben Sie selbst für die gesamte Logistik verantwortlich – von der Lagerung bis zur Lieferung an den Endkunden.

Beide Modelle haben klare Vor- und Nachteile – und die richtige Wahl hängt stark von Ihrer Produktstruktur, Ihrem Volumen und Ihrer Logistikinfrastruktur ab.

Die Kostenstruktur im direkten Vergleich

Kostenfaktor FBA FBM
Lagergebühren Amazon berechnet pro Kubikmeter / Monat (saisonal höher) Eigene Lager- oder 3PL-Kosten
Versandkosten Im FBA-Fee enthalten Eigenständig, oft günstiger bei Volumen
Picking & Packing Im FBA-Fee enthalten Eigene Personalkosten
Retouren-Management Amazon übernimmt Eigene Abwicklung nötig
Amazon Prime Automatisch inklusive Nur via Seller Fulfilled Prime (SFP)
Kontrolle Gering Hoch

Wann lohnt sich FBA – und wann nicht?

FBA sinnvoll wenn …
  • Produkte sind leicht, klein und haben hohen Umschlag
  • Sie Prime-Kunden erreichen wollen (höhere Conversion)
  • Sie keine eigene Logistik aufbauen möchten
  • Saisonale Peaks ohne eigenes Personal bewältigt werden müssen
  • International skalieren ohne Auslandslager
FBM sinnvoll wenn …
  • Große, schwere oder sperrige Produkte (hohe FBA-Fees)
  • Eigenes Lager bereits vorhanden und kosteneffizient
  • Sehr hohe Retouren (eigene Kontrolle vorteilhaft)
  • Nischenprodukte mit langsamem Umschlag (hohe Lagergebühren bei FBA)
  • Strenge Qualitätskontrolle nötig

Der B2B-Faktor: Was Großhändler und Hersteller beachten müssen

B2B-Händler auf Amazon haben besondere Anforderungen. Amazon Business (B2B-Bereich) erlaubt Mengenrabatte, Netto-Preisanzeige und Rechnungen mit MwSt.-Ausweis. Für B2B-Volumen-Verkäufe ist FBM oft wirtschaftlicher – weil die FBA-Fees bei großen Stückmengen überproportional steigen.

Gleichzeitig eröffnet FBA über Amazon Business den Zugang zu Behörden, Krankenhäusern und Großkonzernen, die ausschließlich über Prime-Seller kaufen. Die Entscheidung ist selten schwarz oder weiß.

Hybrid als beste Strategie – FBA und FBM kombiniert

Die meisten erfolgreichen Amazon-Händler nutzen beide Modelle gleichzeitig. Bestseller und margenstarke Schnelldreher gehen in FBA – für Prime-Reichweite und automatisierten Versand. Langsam drehende Produkte, Bulkware und individuelle B2B-Aufträge werden per FBM abgewickelt.

Dieser Hybrid-Ansatz reduziert Lagerkosten bei FBA, erhält gleichzeitig die Prime-Sichtbarkeit für relevante Produkte und gibt Ihnen die volle Kontrolle über komplexe B2B-Aufträge. Voraussetzung: ein sauberes Inventory-Management und klare Regeln, welches Produkt welchen Weg geht.

Margenschutz ist entscheidend – egal welches Modell

Das größte Risiko für Amazon-Händler ist nicht das falsche Fulfillment-Modell – es ist unkontrolliertes Repricing. Wer Preise manuell anpasst oder keine Repricing-Strategie hat, verliert Marge an Mitbewerber oder im Preiskampf.

Mit dem Team Jung Profit Repricer schützen wir Ihre Mindestmarge automatisch – bei FBA wie bei FBM. Der Repricer reagiert in Echtzeit auf Wettbewerberpreise, hält dabei aber immer Ihre definierten Mindestmargen ein. Kein manuelles Nachsteuern, keine Marge-Verluste durch zu schnelles Mitgehen.

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